Dokumentation: Auswirkungen der Corona-Krise auf die Soziale Arbeit

Liebe Kolleg*innen,


auch in der Sozialen Arbeit spüren wir die Auswirkungen der Corona-Krise deutlich, wenngleich das öffentliche Interesse sich (mal wieder) nicht auf diesen Bereich richtet. Dabei sind insbesondere die Adressat*innen Sozialer Arbeit Leidtragende der aktuellen Krise und sie werden (mal wieder) sich selbst überlassen. In der Situation der Pandemie vollzieht sich ein gesellschaftlicher Wandel, der einer Hinwendung zum Überwachungsstaat den Weg bereitet und das Soziale neu definiert. Wir denken, dass dies in der Praxis von Sozialarbeiter*innen zurzeit mehr als deutlich wird. Und auch die Soziale Arbeit selbst, als eine der Berufsgruppen, die ihre Arbeit nicht ohne Weiteres niederlegen kann, steht dadurch vor zusätzlichen Herausforderungen. Ob im Kinder- und Gewaltschutz, der Drogen- oder der Obdachlosenhilfe und auch in der Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrungen, um nur einige Arbeitsfelder zu benennen. Deshalb wenden wir uns an euch, als Kolleg*innen und Expert*innen.

Wir möchten diesen Wandel dokumentieren und benennen. Dafür benötigen wir Beobachtungen von dem was gegenwärtig geschieht und Einschätzungen bezüglich der Auswirkungen. In einer Strecke möchten wir regelmäßig Beobachtungen und Eindrücke aus der Praxis veröffentlichen um darauf aufmerksam zu machen, wie Soziale Arbeit einmal mehr den Zusammenbruch des Sozialstaates verhindert, wie sich der Diskurs verschiebt und vor allem für wen Corona tatsächlich eine Katastrophe bedeutet – und zwar für die Adressat*innen.


Umso mehr Eindrücke wir erhalten, umso besser wird der momentane Zustand deutlich. Bitte teilt also eure Beobachtungen und Eindrücke mit uns: Was beobachtet ihr in eurer Praxis? Welche Auswirkungen der Krise auf die Adressat*innen beobachtet ihr? Was bedeuten die staatlich angeordneten Maßnahmen? Wie sind eure Arbeitsbedingungen zurzeit? Was sind die Herausforderungen, die Schwierigkeiten?


Ihr erreicht uns unter: aks-hannover@posteo.de


Wir danken euch für eure Mithilfe.


Natürlich könnt ihr uns eure Texte zukommen lassen, ohne das wir euren Namen und Träger veröffentlichen. Für die Strecke würden wir lediglich das Arbeitsfeld benennen.


Solidarische Grüße,
AKS Hannover

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